header image
 

Schelde

Die interaktive Karte zeigt beim Klick auf die Marker Informationen zum Angelbetrieb an.

Angelzeit01.04 -31.10
Länge der Streckeca. 2,7 km
Angeltage1 Angeltag pro Woche
BesonderheitenDie Dorfstrecken sind Schongebiet.
KöderNur künstliche Köder erlaubt
FischartenBachforelle, Groppe

Die Schelde entwässert ein Einzugsgebiet von insgesamt 34,95 km². Ihre Quellarme

liegen nahe Hirzenhain in einer Höhenlage von 480 bis 540 m ü. N.N. im Naturraum

Westerwald. Nach einer Lauflänge von etwa 12 Kilometern mündet sie in Niederscheld in

die Dill. Abgesehen von den unteren 3 Gewässerkilometern unterhalb Oberscheld, die der

Unteren Forellenregion angehören, ist der Oberlauf sowie die beiden untersuchten

Zuflüsse Eibach und Tringensteiner Schelde auf gesamter Länge der Oberen Forellenregion

zuzuordnen. Auch bei BORNE (1882) findet die Schelde bereits als „Forellenbach“

Erwähnung. Abgesehen von den beiden Ortschaften Ober- und Niederscheld im Unterlauf der

Schelde, fließt der Bach durch ein enges Tal, dessen schmale Aue überwiegend von

Grünland geprägt wird, während die umliegenden Hänge bewaldet sind. Im Schelder Wald

sind zahlreiche Gruben und Stollen als Relikte vergangener Eisenerzgewinnung in diesem

Gebiet vorhanden. Der begradigte bis schwach geschwungene Lauf erreicht im Unterlauf

bei einer Breite von etwa 2,0 m eine durchschnittliche Tiefe von 0,20 m. Der weitgehend

geschlossene Gehölzsaum setzt sich vor allem aus Erlen (Alnus glutinosa), Eschen

(Fraxinus excelsior) und Bergahorn (Acer pseudo-platanus) zusammen, im Unterlauf

treten vermehrt Weiden (Salix spec.) hinzu. Vereinzelt sind noch Reste ehemaliger

Uferbestigungen, sowie ungenutzte Wehre bzw. Sohlenabstürze zu finden. Aquatische

Biotopstrukturen werden hauptsächlich von Rauschen, Kolken, Totholz und

Wurzelgeflecht gebildet. Stellenweise reicht auch der Krautsaum mit Pestwurz (Petasites

hybridus) bis in das Gewässer hinein, dessen Sohle sich überwiegend aus steinigkiesigem

Substrat zusammen setzt. Im Unterlauf ist als submerse Vegetation zudem

Quellmoos (Fontinalis antipyretica) vorhanden.

Zitiert aus: Fischökologische Untersuchungdes Fließgewässersystems der Lahn unterhalb des Wehrs Gießen II bis zur Landesgrenze nach Rheinland-Pfalz, 2006, Band I, Seite 4-47 – 4-48.