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All posts in März, 2020

Hallo Angelfreunde,

Ich habe für den Versand der Scheinhefte soweit alles vorbereitet. Bis spätestens Donnerstag sollte ich die Scheinhefte bekommen, leider hat unsere Druckerei derzeit auch mit vielen Ausfällen  zu kämpfen. Daher bitte ich um Nachsicht wenn die Scheinhefte vielleicht doch erst kurz nach dem 01.April bei Euch eintreffen. Wir hoffen alle das sich die ganze Situation schnell wieder normalisiert und dies alles hier ein Ende nimmt.

Anbei noch eine wichtige Info bezüglich der Frage Corona & Angeln

INFO CORONA

Eine Info noch an alle vom einzig verbliebenen Angelshop in unserer näheren Umgebung

Angelsport Scheuer

„Achtung Info!!!!
Unser Ladengeschäft bleibt geschlossen. Wir nehmen aber gerne Eure Bestellungen telefonisch zu unseren Öffnungszeiten entgegen.Gerne könnt Ihr uns auch eine E-Mail schreiben.
Telefon: 02771/360930
E-Mail: angelsport-scheuer@t-online.de
Die Bestellungen werden ausschließlich nur Draußen vor dem Ladengeschäft übergeben. Für alle die Lebendfutter für die Tiere zu Hause benötigen ( Maden, Würmer etc.) bekommen wir ab Mittwoch, den 25.03.2020 frische Lieferung.
Bleibt Gesund, wir freuen uns wenn wir wieder öffnen und Euch im Laden begrüßen dürfen.
Petri“

Vielleicht braucht ja der eine oder andere Angler zum Saisonstart noch paar Kleinigkeiten. Er hat auch inzwischen Kunstköder mit Einzelhaken im Angebot, welche Ihr in Zukunft in der Dill benötigt.

So, wenn noch jemand Fragen hat kann er sich jederzeit an uns wenden.

Bleibt gesund

AlexThielmann

 

 

Hallo liebe Angelfreunde,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen bezüglich des Covid-19 Virus, und als Vorsichtmaßnahme, sehen wir uns in der Verantwortung den Arbeitseinsatz am 21.03.2020 ausfallen zu lassen. Diese Entscheidung betrifft auch die Scheinausgabe an diesem Tag in der Halle in Oberscheld.

Leider verbreiten sich die Coronavirus Erkrankungen ( Covid-19 ) immer mehr. Das Risiko diesen Arbeitseinsatz und auch die Scheinausgabe durchzuführen und Euch dadurch eventuell zu gefährden ist uns zu groß. Wir folgen somit der Handlungsempfehlung des Lahn-Dill Kreises und des Kreisgesundheitsamtes.

Da wir natürlich alle gerne unserem Hobby nachgehen wollen, werden wir in diesem Jahr allen aktiven Mitglieder Ihr Scheinheft per Post zusenden. Dieser Versand wird früh genug stattfinden so das Ihr Eure Scheinhefte zum Saisonstart in den Händen halten solltet. Allerdings kann es aufgrund weiterer Entwicklungen dazu kommen das auch die Post eventuell Ihre Tätigkeit einschränkt oder einstellt.

Wir bitten Euch darum die Gültigkeit Eurer Fischereischeine zu überprüfen. Denn das Scheinheft ist nur gültig in Verbindung mit gültigem Fischereischein. Das bestätigt Ihr auch mit Eurer Unterschrift auf dem Scheinheft.

Der Landmarkt am Sonntag den 22.03.2020 ist von der Stadt Dillenburg auch abgesagt worden. Wir werden somit keine geräucherten Forellen anbieten. Dies nur als Info an alle die dort helfen wollten.

Was die weitere Entwicklung für unseren Arbeitseinsatz am Laaspher Weiher und auch das Königsangeln Anfang Mai bedeutet können wir heute noch nicht absehen. Daher meine Bitte an alle einfach regelmäßig auf die Webseite zu schauen. Dort werden wir Euch immer zeitnah über alles informieren.

Da wir nur über Email und Webseite schnell informieren können, wäre es super wenn alle versuchen diese Info auch an bekannte Mitglieder ohne Onlinezugang weiterzugeben.

Wenn Fragen sind könnt Ihr euch auch jederzeit beim Vorstand melden.

Was jetzt noch bleibt ist Euch allen einen infektionsfreien Frühling zu wünschen – Bleibt gesund

AlexThielmann

1.Vorsitzender SFV 1942 Dillenburg e.V.

Die Nase (Chondrostoma nasus) ist Fisch des Jahres 2020

                                             (© Rainer Kühnis)

Anders als Forelle, Stichling oder Aal ist die Fischart Nase in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt. Mit der Wahl dieser in Deutschland regional stark gefährdeten und lokal bereits verschwundenen Fischart machen der Deutsche Angelfischerverband (DAFV), das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) auf eine bedrohte Fischart aufmerksam, die für Flüsse mit kiesigem bis felsigem Untergrund in der sogenannten Äschen- und Barbenregion typisch ist.

Bestände stark zurückgegangen

Die Nase hat ihren Namen von dem nasenähnlich geformten Aufsatz auf ihrer Oberlippe, eine Anpassung an ihre Lebensweise. Sie ist ein Friedfisch, ernährt sich von Algen, die sie von Steinen und Kiesbetten abweidet. So wie Schnecken die Glasscheiben im Aquarium putzen, so hält die Nase glatte Oberflächen im Gewässer algenfrei. Sie war noch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein Fisch, der in schnell fließenden Gewässern sehr häufig vorkam, und auch „Brotfisch“ der Berufsfischer an der Donau genannt wurde. Heute sind Schwärme von hundert Fischen bereits eine Seltenheit. Weil die Laichhabitate entweder nicht mehr funktionsfähig sind oder aufgrund von Querbauwerken nicht mehr erreicht werden können, kann in geeigneten Gewässern der Besatz mit gezüchteten Jungtieren sinnvoll sein. Auch auf Verschmutzungen der Gewässer durch Schadstoffe sowie übermäßige Feinsedimenteinträge reagieren Nasen empfindlich.

„Nasen gehören wie auch die Barben zu den Karpfenfischen. Beim Abweiden der Algen von Steinen und Kies lagern sie den Gewässergrund um und verhindern damit die Bildung von Faulschlamm. Kiesbetten dienen vielen Fischarten, den Nasen und Barben aber auch den Salmoniden wie dem Lachs als Laichbetten. Nasen haben somit eine wichtige Funktion in unseren Fließgewässern. Ohne geeignete Laichhabitate können Fische nicht ablaichen und sich nicht vermehren. Für die Vermehrung der vielen Kieslaicher unter den Fischen ist ein guter Bestand an Nasen eine wichtige Voraussetzung,“

Dr. Christel Happach-Kasan, Präsidentin des Deutschen Angelfischerverbandes

„Um den Schutz der Nase zu verbessern, müssen Wanderhindernisse in den Flüssen abgebaut oder passierbar gemacht werden und naturnahe Ufer, Kies- und Schotterbänke wiederhergestellt werden. Dies fordert auch die Europäische Wasserrahmenrichtlinie für unsere Flüsse. Nur wenn die ganze Vielfalt von Strukturen und Lebensräumen vorhanden und erreichbar ist, können sich die Fischbestände – nicht nur die der Nase – langfristig wieder erholen. Die Nase steht daher stellvertretend für die gesamte Fischartengemeinschaft“

Prof. Dr. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamts für Naturschutz

Zahlreiche Studien belegen, dass die Verbauung von Gewässern die wichtigste Ursache für den Rückgang der Nasenpopulationen ist. Die Schwärme erreichen keine geeigneten Laichplätze, sodass sie sich nicht mehr fortpflanzen und die Populationen überaltern. Angesichts der regional starken Bedrohung ist es dringend erforderlich, die Forderungen der EU-Wasserrahmenrichtlinie weiter zügig in Maßnahmen umzusetzen und die Gewässer wieder durchgängig zu machen und natürlicher zu gestalten.

Dass dies Erfolg haben kann und Nasenpopulationen sich erholen, zeigen die wenigen Beispiele, in denen ein Rückbau von Wehren stattgefunden und sich dadurch die Bestände wieder deutlich erholt haben. Die Nase kann daher als ein guter Indikator für den Erfolg von Renaturierungsmaßnahmen angesehen werden.

Hintergrund

Die Nase kommt in Mitteleuropa nördlich der Alpen bis nach Osteuropa vor. Sie ist eine zu den karpfenartigen Fischen (Cyprinidae) gehörende Art, die in der Barben- und Äschenregion großer Ströme wie der Donau oder dem Rhein vorkommt. Sie wird bis zu 50 cm groß, kann Gewichte bis 2000 g erreichen, bleibt aber im Normalfall deutlich kleiner. Mit dem scharfkantigen Unterkiefer weiden die Nasen Algen vom Bodensubstrat ab und nehmen bodenlebende Kleintiere wie Insektenlarven oder Krebstierchen auf. Das Schuppenkleid ist silbrig, am Rücken etwas dunkler und bäuchlings heller gefärbt. Typisch ist das Aufblitzen des silbrigen Schuppenkleids bei der Nahrungsaufnahme, wenn sich die Nase seitlich wegdreht, um die Algen abzuziehen. Nasen leben natürlicherweise in Schwärmen von mehreren hundert Exemplaren.

Nasen laichen im Frühjahr von März bis Mai und unternehmen dabei Wanderungen von mehreren hundert Kilometern in den Fließgewässern. Laichplätze sind flach überströmte Bereiche in kleineren Seitenbächen. Hier werden 20.000 bis 100.000 ca. 1,5 mm große Eier/Weibchen in vorher geschlagene Laichgruben abgelegt. Die Larven leben zunächst im Kieslückensystem und ziehen dann als Planktonfresser an ruhigere Gewässerstellen. Das Schlagen der Laichgruben in den flachen Gewässern ist oftmals als deutliches, lautes Plätschern zu hören, vor allem dort, wo noch hunderte Nasen gleichzeitig laichen.

Mehr Informationen finden Sie in dem pdfFlyer zum Fisch des Jahres 2020: Die Nase

Gemeinsame Pressemeldung des Deutsche Angelfischerverband (DAFV) e.V. und das Bundesamt for Naturschutz.